Auf
insgesamt rund 11 Millionen € dürfte sich 2009 der Schaden
durch Betrug beim Onlinebanking belaufen haben, so schätzten
der Branchenverband Bitkom und das Bundeskriminalamt
im Oktober 2009 das Ergebnis für das komplette Jahr.
Was ist also sicher, und was sollte man beachten oder vermeiden?
Eine Grundvoraussetzung für ein sicheres Onlinebanking ist,
dass die Bank selbst, über die man im Internet seine Geschäfte
abwickelt, Standards einhält. Derzeit gilt HBCI als sehr sicher
Home Banking Computer Interface. Dabei erhält der Kunde
ein eigenes Kartenlesegerät und eine Chipkarte von seiner Bank.
Ebenfalls als sicher gilt Mobile-TAN. Hier wird nicht mit einer
TAN-Liste gearbeitet, die der Kunde bekommen hat und Zuhause aufbewahrt.
Für jede Transaktion erhält der Benutzer eine TAN auf
sein Handy geschickt, nur mit dieser Zahlenkombination kann er dann
sein Geldgeschäft letztendlich abschließen. Aber auch
die TAN-Liste selbst gilt als sicher, wenn man sie richtig benutzt
und gut aufbewahrt.
Einige
einfache Hinweise beim Umgang mit dem Internet helfen, Betrügern
keine Chance zu geben. Sensible Geschäfte wie Onlinebanking
sollte man nicht von einem Internetcafe aus erledigen, da man nicht
weiß, wie gesichert die Computer dort sind. Auch wenn Sie
sich im Interne-Cafe beispielsweise einfach nur mal über einen
Kredit informieren möchten, sollten Sie vorsichtig sein. Es
wird einem sehr einfach gemacht, ein Kreditvergleich kostenlos online durchzuführen, doch seien Sie vorsichtig
mit der Eingabe Ihrer persönlichen Daten. Die angebotenen Vergleichsrechner
sind ok, nur sollten Sie dabei niemals Ihre persönlichen Kontaktdaten
mit eingeben. Haben Sie das für Sie richtige Angebot gefunden,
nutzen Sie zur Eingabe von persönlichen Daten einen Rechner
der nach Ihrer Einschätzung wirklich sicher ist.
Auch beim heimischen Computer sollte man immer wieder überprüfen,
ob die Sicherheitssoftware noch aktuell ist (Antivirenprogramme,
Firewall). Die Seite seiner Bank selbst sollte man jedes Mal neu
eingeben und darauf achten, dass das Schlossfeld in der Adresszeile
vorhanden ist. Dieses Symbol zeigt an, wie das "s" bei
https auch, dass die Seite über eine gesicherte Verbindung
aufgerufen wurde.
Mit seiner PIN und der Kontonummer erhält man beim Onlinebanking
Zugriff auf sein Konto. Daher ist es sinnvoll, in unregelmäßigen
Abständen die PIN zu ändern. Dabei sollte man etwas
Phantasie entwickeln, kein Geburtsdatum verwenden und die PIN
nicht aufschreiben. Damit man sich die Zahl besser merken kann,
kann man sich beispielsweise eine Eselsbrücke
bauen: Acht Kinder (8) laufen paarweise (2) im Oktober (10. Monat)
= 8210.
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