Vielleicht
hat man nicht den Namen des Fotografen parat, aber seine Bilder
kennt man sicherlich. Sucht man beispielsweise in Google mit den
Namen "Greg Gorman" und "Robert de Niro" nach
Bildern, bekommt man ein Porträt des großen Schauspielers
aufgenommen von dem großen Fotografen. Und obwohl die wenigstens
von uns Robert de Niro persönlich kennen, merkt man sofort,
dass es Gorman auf seine wunderbare Art und Weise gelungen ist,
die Persönlichkeit des Schauspielers einzufangen.
Typisch für Gorman ist dabei die absolute Zurückhaltung
an Ausstattung, er lässt den Menschen für sich sprechen.
Getreu seinem Motto "Shoot the personality not the person".
Gleichzeitig spielt er mit Kontrasten, mit Licht und Schatten
und schwarz und weiß. Er bevorzugt die Schwarz-Weiß-Fotografie,
da er findet, dass die Farbe dabei im Weg stehen könnte,
die Persönlichkeit von der Person zu trennen.
Gorman ist bereits seit Jahrzehnten im Geschäft, er hat
alle Berühmten aus den Bereichen Musik und Schauspielerei
vor seiner Kamera und dem dazugehörigen Zubehör
gehabt: Bette Middler, Leonardo di Caprio, Sophia Loren, Franz
Zappa, Elton John, Michael Jackson und und und (es ist unmöglich
und auch nicht nötig, hier alle Stars aufzuzählen. Am
besten lässt man seine Bilder selbst sprechen, sei es via
Internet oder in seinen Bildbänden, die man auch bei amazon.de
findet). Neben der Porträtfotografie hat sich der 1949 geborene
Gorman vor allem auch einen Namen mit der Aktfotografie gemacht.
Sein Geheimnis ist vielleicht, dass er ein Vertrauensverhältnis
zu dem Menschen aufbaut, den er fotografiert. Um es mit Gorman
zu sagen:
"Make your subject comfortable
It's very important
that you communicate with the person you are shooting with and
make them become a part of the decision making process."
Sein Gegenüber soll sich also wohl fühlen. Er spricht
mit den Menschen und legt Wert darauf, sie ihn den Entscheidungsprozess
mit einzubeziehen. Dabei hilft natürlich die digitale
Fotografie. Denn hier ist es ihm möglich, seine Fotos
direkt zu präsentieren. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen
hat Gorman hier keine Berührungsängste und er rät
allen: "Get over the fears".
Das komplette und sehr ausführliche Interview ist unter
www.schnellhans.com/OT/OT-2005/February-2005/interview.htm nachzulesen.
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